LIMA/RIMA

Seit einigen Jahren ist die Schillerschule ausgewählter LIMA- und RIMA-Standort des Staatlichen Schulamtes Karlsruhe. Die rechtliche Grundlage für die schulische Förderung ergibt sich aus der Verwaltungsvorschrift „Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen“ (VwV des Kultusministeriums vom 22. August 2008).

 

Die LeseIntensivMAßnahmen und RechenIntensivMAßnahmen sind ein Angebot für Kinder, die im Laufe des ersten Schuljahres den Prozess des Lesens und Rechtschreibens nicht genügend verinnerlicht haben oder deutliche Schwierigkeiten beim Rechnen gezeigt haben und daher dringend Unterstützung brauchen.

 

Sie werden aufgeteilt

-       auf die Schillerschule (Klassen 1 und 2)

-       auf einen zeitlichen Block für externe Fördermaßnahmen für SchülerInnen der umliegenden Grundschulen (Klassen 1 und 2, in Ausnahmefällen auch Klasse 3)

 

Für die SchülerInnen der Schillerschule finden die LIMA- und RIMA-Kurse während der regulären Unterrichtszeit statt. Für SchülerInnen der umliegenden Grundschulen findet die Förderung an der Schillerschule mittwochs im Zeitfenster von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr für jeweils 45 Minuten statt.

 

Die Gruppengröße beträgt i. d. R. maximal 4 Kinder, die zunächst getestet und anschließend über die Dauer von mehreren Wochen gefördert wird. Da die Gruppengröße begrenzt ist, erfolgt eine Auswahl nach zeitlichem Eingang der Anmeldung.

 

Die Organisation des Schulweges vor und nach dem LIMA- oder RIMA-Kurs liegt in der Verantwortung der Eltern.

 

LIMA

LRS-Kinder haben bisher die Erfahrung gemacht, beim Lesen und Schreiben zu versagen. Daher ist es zu Beginn der Förderung ein wichtiges Ziel, die Motivation und das Selbstvertrauen der Kinder wieder aufzubauen und zu erhalten.

 

Alarmzeichen für eine Lese-Rechtschreibschwäche in Klasse 1 und 2:

-       Laute in einem Wort werden nicht gehört oder anders gesprochen.

-       Die Stellung des Lautes im Wort kann nicht bestimmt werden.

-       Geübte Buchstaben werden nicht sicher wiedererkannt.

-       Laute und Buchstaben werden nicht sicher zugeordnet.

-       Die Synthese mehrerer Buchstaben gelingt nur schwer oder gar nicht.

-       Beim Lesen werden Wörter, Wortteile oder Buchstaben ausgelassen, verdreht oder hinzugefügt.

-       Das Lesetempo ist sehr langsam.

-       Es kann kein Sinn aus dem Gelesenen entnommen werden.

-       Hörbare Buchstaben werden beim Schreiben oft ausgelassen.

 

RIMA

 Die Fördermaßnahme wird hauptsächlich für die SchülerInnen der 1. und 2. Klasse angeboten, die grundlegende Schwächen in Mathematik haben und nicht auf die für den weiteren Schulerfolg entscheidenden Inhalte zurückgreifen können.

 

Anzeichen für eine Rechenschwäche können sein:

-       verfestigtes zählendes Rechnen

-       Fehlende Zahlvorstellungen

-       mangelnde Kenntnisse von Zahlbeziehungen

-       Unsicherheiten bei der Raum-Lage-Wahrnehmung

 

In der Rechenintensivmaßnahme werden grundlegende Vorstellungen von Strukturen und Beziehungen des Zahlensystems und Rechenstrategien handelnd erschlossen und eingeübt.

 

 

 

Für beide Kurse gilt:

Die Meldung der Kinder erfolgt mit Einverständnis der Eltern durch die KlassenlehrerInnen. Mit Hilfe von standardisierten Tests wird der Förderbedarf dieser Kinder ermittelt. Kinder mit entsprechendem Testergebnis können an den Intensivmaßnahmen teilnehmen, soweit Plätze vorhanden sind.

 

Nicht aufgenommen werden Kinder, die generell Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen.

 

 

Die Einverständniserklärung der Eltern zu LIMA/RIMA finden Sie hier.

Den Meldebogen für Lehrkräfte finden Sie hier.